Porträt + Selfie= Superselfie…

…war der Titel des ersten halbtägigen Ferienworkshops den ich als Auftakt der pädagogischen Zusammenarbeit zwischen den Technischen Sammlungen Dresden und dem Forum für zeitgenössische Fotografie organisierte. Zehn Schüler im Alter von 12-14 Jahren kamen in den ehrwürdigen Ernemannturm um das kulturelle Phänomen Selfie in die eigenen Hände zu nehmen. Mit Jeanette stand mir eine erfahrene Co-Referentin zur Seite, die es immer wieder schaffte die von mir geplanten und vermittelten Inhalte auf die Teilnehmergruppe abzustimmen. Die Teilnehmer hatten bislang keine Fotokurse besucht und brachten für die Aufnahmen überwiegend ihre Smartphones mit. In der ersten Stunde stand das Thema (Selbst-)Porträt mit Schwerpunkt auf Gestaltung und Wirkung im Mittelpunkt. In der zweiten Stunde beschäftigten wir uns mit den optischen Prinzipien der fotografischen Aufnahme und der Nutzung dieser Prinzipien in der Porträtfotografie. Im abschließenden praktischen Teil entstanden Einzel- und Gruppenporträts der Teilnehmer, die jeder als Ausdruck auf Fotokarton im Format 15x20cm mit nach Hause nehmen konnte. Die vielfältigen Möglichkeiten in der Museumspädagogik der TSD geben hier Raum für weitere Vertiefungen des Kurses. Insgesamt war ich zufrieden mit diesem Auftakt und hoffe, dass die entstandenen Fotografien den Schülern noch lange Inspiration sind und die neuen Kompetenzen Lust auf weitere fotografische Projekte machen.

4 Nahseher in Dresden

Der neue Nahseher 3.0

Der neue Nahseher 3.0 (Album+MiniDisc)

Mit dem Ende der Schlafwagenära bei der Deutschen Bahn am vergangenen Wochenende habe ich nun den 3. Nahseher fertig gestellt. TRANSEUROPEEXPRESS kombiniert die Fotos einer Schlafwagenreise (NIKON F3 / TRI-X / HP5 / Belichtet ohne Zusatzlicht  und Ausbelichtet in voller Negativgröße ohne Beschnitt auf FOMASPEED vario) mit einer 20 minütigen Tondokumentation auf MiniDisc (dem letzten Tonformat, welches sich diskret ohne Computer schneiden lässt). Entstanden ist ein Album mit 40 Prints (20×30 cm) welches mit Kopfhören die Reise erlebbar macht. Bei ca. 30 Sekunden Betrachtungszeit pro Bild hat man genügend Ruhe, die einzelnen Details der Bilder bis zum letzten Silberkorn zu entdecken und auf sich wirken zu lassen. Öffentliche Präsentationen der Arbeit werde ich hier noch bekannt geben!

Zum Abschluss noch 3 Fotoaustellungsempfehlungen in Dresden:

  1. voll analog: Dabei gewesen – Fotografien aus der DDR-Zeit der ASA Gruppe Fotografie (Frank Höhler, Thomas Kleber, Georg Krause Jürgen Matschie) im Einkaufzentrum am Albertplatz
  2. Digital aber immer im Diskurs mit den bekannten Arbeiten ihres Manns: Die Selbständigen von Christine Starke im Raskolnikow, ihrem Atelier und weiteren Orten in der Dresdner Neustadt
  3. spannende Hybidarbeiten:  Aleksandra Śmigielska: Photographie zeigt zwei Serien der jungen polnischen Fotografin mit einer innovativen Sichtweise erstmals im Ausland im Rahmen von parablau in der blauenFABRIK.

PS: Alle genannten Ausstellungen sind Nahseher, da man hingehen muss und diese nicht über elektronische Abbilder im Netz wahrnehmen kann!

TRANSEUROPE Budapest Keleti im Vollmond mit EN Metropol (30x40 cm auf Kentmare Lustre Baryt)

Budapest Keleti im Vollmond mit EN Metropol (30×40 cm auf Kentmare Lustre Baryt)

Letzter Versuch: Ilfochrome direkt

Mentor & Sinar einträchtig im Studio

Mentor & Sinar einträchtig im Studio

Seit 20 Jahren versuche ich immer mal wieder diese Technik durch Direktbelichtung des Umkehrmaterials (welches ursprünglich mal zur Ausbelichtung von Dias erfunden wurde) in der Plattenkamera lebendig zu halten. Vor 5 Jahren wurde das Verfahren von Ilford eingestellt und keine Papiere und Verarbeitungschemie mehr hergestellt. Jetzt also der letzte Versuch mit altem Papier und einem bislang nicht angerissenem Chemiekit P30 direkte Farbunikate herzustellen. Stand mir bisher hierfür nur meine

Es ist angerührt

Es ist angerührt

eigene 13x18cm Mentor mit Porträtobjektiv zur Verfügung habe ich für diesen Versuch erstmals eine 8×10“ (20x25cm) Sinar mit 240mm Normalbrennweite von Jürgen Jeibmann gestellt bekommen … Danke schon mal vorab! In den nächsten Tagen hoffe ich hier erste Ergebnisse präsentieren zu können… seid gespannt!

22.08. UPDATE!
Ja es entstehen Bilder! Die 1991 abgelaufene Papiercharge bringt leider keine Ergebnisse mehr! Nun liegt die Hoffnung auf 2010 abgelaufenem Papier welches bei den gestrign Tests mit extrem geringer Empfindlichkeit (f8 bei 2sec in praller Sonne) trotzdem noch farbige Bilder erzeugte.

02.09. UPDATE!

Mattscheibenträger

Es war ein erhebendes Gefühl diese Schild abzuknoten! „Mattscheibenträger“

Nach 4 Bildversuchen für die Ausstellung Duell-Duett war der Vorrat an 8×10″ Material aufgebracht, jedoch mein Enthusiasmus noch nicht! FotoGörner gibt mir nun die Möglichkeit auch die letzten 13 Blätter 18x24cm zu belichten. Hierzu habe ich eine fabrikneue Mentor Panorama zur Verfügung gestellt bekommen, welche heute erstmals aus Ihrer Originalverpackung entnommen und aufgebaut wurde!

04.11. UPDATE!

OVER & OUT! Die letzten Bögen 18x24cm sind belichtet! Die letzten Tropfen Chemie werde ich noch in einigen 13x18cm Versuchen verbrauchen und dann wird dieses Verfahren wohl auch bei mir Geschichte sein! Leider war der Prozess nicht mehr wirklich definiert zu kontrollieren und so blieben die letzten Aufnahmen alle konzeptioneller/experimenteller Art aber waren eine tolle Erfahrung zu erkennen, wie in den Anfangsjahren der Fotografie bei der Bildentstehung jeder einzelnen Platte mitgefiebert wurde. Das Arbeiten mit der Fachkamera zeigte mir einmal mehr, wie sich die Zeitgenössische Fotografie mit der Limits der parallelen optischen Bank abgefunden hat ohne das Gesamtpotenzial von Shift und Tilt bei der Bildgestaltung je erkennen zu dürfen!

Ab 8.4. in Berlin Der Nahseher in der Galerie Vinogradov

In der kommenden Woche stellen 8 Künstler der Ausstellungsreihe parablau gemeinsam in der Galerie Vinogradov in Berlin aus. Ich werde auf dem Nahseher 2.0 einen Querschnitt analoger Aktfotografien der vergangenen 15 Jahre zeigen. Dieser Beitrag steht im Kontext meiner Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf das Genre der Aktfotografie, die sich weiter verändern wird.

Spannend zu verfolgen finde ich zum Beispiel diesen Ansatz (Huffington Post)

Die Belebung klassischer Motive als neue Kunstform

Die Belebung klassischer Motive als neue Kunstform

Kalenderverkauf Sandsteinakt

In diesem Jahr hat sich endlich die Chance ergeben, drei Leidenschaften in einem Kalender: SANDSTEINAKT 2016 zu verknüpfen.

  1. Die Liebe zur sächsischen Felsenlandschaft und der Kletterei
  2. Die Lust, der Schönheit des menschlichen Körpers immer neue Facetten in der Fotografie abzugewinnen und
  3. spezielle fotografische Technologien zu erkunden.

Kalender Sandsteinakt 2016Mit den Fotosessions rund um Bastei und Babarine erscheinen bekannte Landschaften im neuen infraroten Licht. Ohne den hohen Einsatz der kletternden Modelle hätte das ganze Projekt nicht gelingen können! Vielen Dank!
Die Printedition ist auf 50 signierte Exemplare im Format 13×21 cm limitiert und ist an folgenden Orten zum Preis von € 25,-€ erhältlich:

  • in der Galerie www.kunstunderos.de auf der Hauptstr. 15 in Dresden-Neustadt
  • Während der öffnungzeiten der temporären Galerie parablau im Einkaufszentrum am Albertplatz oder
  • per Kontaktformular auf dieser Seite (Postversand zzgl. € 3,-)

Experiment blaue Stunde ist gelungen …

…aber wie immer im Leben mit Luft nach oben!

Georg Knobloch

Georg Knoblochs Ausstellungsergänzung

Das Format parablaus blaue stunde bot die kurzfristige Chance mit Dresdner Aktfotografen ins Gespräch zu ihrem aktuellen Schaffen und der Zukunft des Mediums zu kommen. Dass das Interesse da ist, zeigt beispielsweise wie viele der angeschriebenen Fotografen bedauerten, am Vorabend des ersten Advents leider schon verplant zu sein. Dass ein Teil meiner Hypothese: Die Digitalisierung killt die Aktfotografie zutrifft, tritt in weiteren Absagebegründungen zu Tage: „Ich habe keine großen Prints“ oder „Ich habe nichts zum projizieren, da alles im Netz zu sehen ist“ Am Ende beteiligten sich Hainer Michael und Matthias Naumann aktiv an diesem Experiment und sicher noch der eine oder andere Fotograf passiv im Publikum. Alle drei Vorträge einte, dass sich alle Beteiligten als aktive Amateure bereits über 10 Jahre mit dem Medium beschäftigen, Ausstellungserfahrung mitbringen und das Genre Akt für lebendig halten. Unterschiede bestehen natürlich im künstlerischen Ausdruck und in den technisch-gestalterischen Ansätzen.

Hainer Michael im Gespräch

Hainer Michael im Gespräch

Hainer Michael wählte für sein präsentiertes Ausstellungsprojekt das Thema Weiblichkeit, wobei es Ihm darum geht bei jedem Model die Schönheit ihres Körpers individuell herauszuarbeiten. Dabei arbeitet er digital im kleinen Studio überwiegend mit Frauen die erstmals vor der Kamera stehen.

 

 

Matthias Naumanns Ausstellungsergänzung

Matthias Naumanns Ausstellungsergänzung

Matthias Naumann stellte seine Präsentation unter den Titel Beziehungen. So zeigen seine Bilder oft mehrere Personen beider Geschlechter bzw. die gleiche Person in Beziehung mit Dingen/Orten bzw. in Form von Doppelbelichtungen mit sich selbst. Er hat vor einigen Jahren dem Studio den Rücken gekehrt und arbeitet nun digital vor Ort oder in der Natur.

 

Ich stellte meine aktuellen Arbeitsweisen: analoge und infrarote Aufnahmen, gekoppelt mit speziellen chemischen Ausarbeitungsverfahren (z.B. Cyanotypien) in den Mittelpunkt. Dabei ging es mir darum zu zeigen, dass in einer ansonsten cleanen Digitalwelt das Unbestimmte die Schönheit ausmacht, die man vorher nicht planen kann. Konkret stellte ich die Jahresprojekte vor, die sich in den Kalendereditionen manifestieren (aktuell: SANDSTEINAKT 2016 in Infrarot). Danach gab ich Einblick in das Langzeitprojekt Nur eine Rolle. Hier spreche ich Frauen an, die in den vergangenen 20 Jahren schon eimal für mich Modell gestanden haben und bitte diese noch einmal mit diesen alten Bildern in Beziehung zu treten. In der anschließenden Diskussion mit dem Publikum trat zu Tage dass Onlineverbreitung von Bildern vor allem ein Thema der Persönlichkeitsrechte darstellt die die Streetfotografie nicht minder betrifft als die Aktfotografie. Hainer Michael brachte es mit den Worten auf den Punkt „Wenn du alle Regelungen einhalten willst, müsstest Du Deine Kamera sofort wegschmeißen“

Am Ende des Abends möchte ich meine bereits am 30.10. auf: Die digitale Vernetzung killt das Aktfoto abgeschwächte Eingangshypothese zu Die digitale Verbreitung und die damit verbundene Gefahr der Verletzung von Persönlichkeitsrechten macht es Menschenbildern in der Kunstfotografie gerade schwer weiterentwickeln…dies sollte Ausgangspunkt für ein weiteres Podium sein!

facebookdiskussion vom Oktober zum Thema

facebookdiskussion vom Oktober zum Thema

28.11. parablau läd zur blauen Stunde – AKTFOTOGRAFIE

bs_webIm Rahmen der am Montag eröffnenden Ausstellung: {parablau} ist mal nebenan öffnet am 28.11. der Open Art Space – Aktfotogafie. Hierzu sind alle Fotografen und Interessierte eingeladen, die sich mit dieser Thematik beschäftigen. Ausstellung, Screenings und das abschließende Podium werden die Möglichkeit geben, sich mit den aktuellen Trends und Positionen des Mediums auseinandersetzten. Das OPEN Format ist hierbei wörtlich gemeint. Bislang gibt es zum Rahmen keinen Inhalt. Jeder kann sich einbringen und keine Meinung ist unerwünscht oder kein Beitrag zu klein ganz im Sinne von Picassos:
Wenn ich wüsste, dass es Kunst ist würde ich es für mich behalten“ 
Die Spielregeln:
  • AUSSTELLUNG 18-22 Uhr zu besichtigen. Aufbau ab 17 Uhr. Der Ausstellungsraum bietet verschiedene Bereiche, die durch weitere Bilder ergänzt werden können. Die Bilder müssen leg- oder stellbar mitgebracht werden da wenige Hängungsmöglichkeiten vorhanden sind. 22 Uhr muss die Ausstellung wieder abgebaut sein.
  • SCREENINGS 19-21 Uhr. 8 aktuelle Positionen der Aktfotografie werden in der Ausstellungsecke von analogfotograf vorgestellt. (DIA oder Beamer 1024×768 (VGA/DVI) stehen zur Verfügung. Jeder Fotograf bekommt 15min aktuelle Arbeiten vorzustellen) Anmeldungen laufen über dieses Kontaktformular und alle Beiträge werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Sollten es mehr Interessenten geben gibt es eine Warteliste.
  • PODIUM 21-22 Uhr. Als Gastgeber freue ich mich auf Diskutanten, die sich mit meiner Hypothese: Killt die Digitalisierung die Aktfotografie?  auseinandersetzten wollen. Hierbei freue ich mich auf Zusendung einer kurzen Position und den Hinweis ob die Meinung eine Privatmeinung, Institutionsmeinung oder wissenschaftliche Position ist.

Bitte teilt dieses Angebot in Eueren Netzwerken und überlegt schnell, ob Ihr bei diesem Experiment dabei sein wollt!

25.09. 19:00 PRIEßNIXEN Reloaded

Eine interaktive Projektion mit Analogfotografien von 2011 und 8 variablen Tonkanälen. (im Rahmen des Neustadt Art Festivals 2015)

Erste Cyanotypie!

Erste Cyanotypie!

Vor vier Jahren suchte der Analogfotograf Georg Knobloch nach den sagenumwobenen Wesen entlang Dresdens zweitwichtigster Wasserader. 22 Bilder gelangten im Herbst 2011 an die Öffentlichkeit des an der Prießnitz gelegenen Gasthauses Oostende. Über hundert weitere Bilder des Zyklusses wurden bisher nicht öffentlich gezeigt. Mit PRIEßNIXEN Reloaded gibt es am 25.09. die einmalige Chance, diese Bilder am Ufer der Prießnitz zu sehen. Die Performance beginnt mit dem Entwicklen von Cyanotypien im Wasser der Prießnitz. In der anschließenen Videoperformance wird ein 16minütiger Loop aller Fotos mit einer vom Betrachter individuell zusammenzustellenden Soundcollage kombiniert. So wie die Bilder analog erzeugt worden sind, sind auch die Töne diskret auf MiniDisc gebannt oder werden live erzeugt. Auf den verschiedenen Tonkanälen finden sich neben Geräuschen von der Quelle bis zur Mündung, der Originaleinführungstext der Ausstellung, Wissenswertes über den Fluss, zeitgenössische Interpretationen von Händels Wassermusik und Smetanas Moldau. Je nach Geschmack lassen sich die Livetöne des Flusses oder live eingespielte Instrumente dazu mischen und durch einen Effektkanal verfremden.

analoges Panoramabild mit Horizont 202 (2014)

analoges Panoramabild vom Veranstaltungsort mit Horizont 202 (2014)

Ein Bild an der Wand…

… ist irgendwie ganz anders als unsere inzwischen übliche Betrachtung am selbstleuchtenden Bildschirm. Fotografen haben schon immer Leuchttische zur Qualitätskontrolle genutzt, jedoch kamen die fertigen Bilder immer an die Wand und lebten von und mit den unterschiedlichen Beleuchtungssituationen (In diesem Fall beim Sonnenaufgang gestern Morgen) Dieses und 98 weitere Bilder gibt es ab heute Abend in der Benefitzausstellung zu Gunsten des Forums für Zeitgenössische Fotografie im Kunsthaus Raskolnikow in Dresden zu sehen und am 25.09. zu ersteigern! bildanderwand

Analog ist das neue Bio?!

Von einem Freund wurde ich letztens auf ein Buch diesen Titels gestoßen und gefragt, was ich denn davon halte. Ich muss gestehen ich hab es nicht nicht ganz gelesen möchte hier nur zwei Positionen diskutieren die der Autor André Wilkens explizit zum Thema Fotografie aufstellte:

  1. Digitales Fotografiern beraubt uns unserer kuratierten Fotoalben… dem kann ich nur teilweise zustimmen, da ich auch schon aus den 90gern stapelweise halbsortierte Bilder habe …zustimmen kann ich jedoch der Position das private Bilder nur in privaten Archiven aufzubewahren, und die Schönsten von diesen auszubelichten und aufzuhängen sind … für mich hat dies den ganz praktischen Hintergrund, dass ich schon so oft Bilder auf fremden Bildschirmen gesehen habe die in Farbigkeit Helligkeit und Kontrast ganz anders gedacht waren. (Was möglicherweise auch fürs Beitragsbild zutrifft)
  2. Die Zweite Position bezieht sich auf die derzeitige Selfie-Inflation wo die Form, mit wem ich wo drauf zu sehen bin, dem Autor nach wichtiger wird als der Inhalt der Begebenheit und der vertanen Chance hier Wichtiges (mit Obama oder dem Papst) zu klären statt Fotos zu schießen. Die Beobachtung halte ich dahingehend für korrekt, dass ich letztens einen bildenden Künstler sah, der direkt nach dem Aufbau seiner Ausstellung das Galeriesetting unter dem Aspekt fotografierte, es im Internet visuell anspruchsvoll in Szene (extended Selfie) zu setzen. Die menschlichen Besucher seiner Ausstellung schienen ihm nicht ganz so wichtig zu sein. Wäre analoge Fotografie so einfach zu handhaben und zu verbreiten gewesen, wäre es meiner Meinung nach nicht anders gekommen.

Aber vielleicht geht es bei Allem ja eigentlich um Innehalten und Entschleunigen. Dies ist bei analoger Fotografie systemisch bedingt und von mir geliebt, Wie bei den schwarz-weiß Fotoshootings für meinen 2016er Kalender Sandsteinakt in den vergangenen Wochen!

Wartturm Neue Ostwand | Nikon F3 | SIGMA 14mm/3.5 | Agfapan 100

Wartturm Neue Ostwand | Nikon F3 | SIGMA 14mm/3.5 | Agfapan 100