Fotoschauen in Dresden, München und Wien

parr2

Nur noch bis 02.11. zu sehen: MAGNUM Fotograf Martin Parr in Wien

Man kann nicht behaupten, dass die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Fotografie in den großen und kleinen Galerien derzeit wenig Aufmerksamkeit bekommt. Hier meine aktuellen Empfehlungen:

LAST MINUTE: Wien, 03. Juni – 02. November 2016:
Martin Parr – A Photographic Journey
KUNST HAUS WIEN

Dresden, 07.Oktober 2016 – 18. November 2016:
„Berührungen“ – Werke von Jindřich Štreit und Svatopluk Klesnil.
blaueFABRIK

München,   ‐  FOTOGRAFIE HEUTE: DISTANT REALITIES
Pinakothek der Moderne 

und last but not least noch eine Überraschung in München, 29.09.2016 – 07.01.2017:

ALEXA MEADE: PREMIERES
Galerie INGO SEUFERT

Fotografie? Malerei? Performance?

 

Aktuelle Ausstellungen in Dresden

Online Galerie: Tisa in Infrarot

Online Galerie: Tisa in Infrarot

Ich freue mich im September in zwei Ausstellungen Bilder zeigen zu können:

Bereits am Freitag eröffnete parablau – to pick in den neuen Räumen der blauenFABRIK Dresden. Hier zeige ich Prints der Serie Sandsteinakt in Infrarot. Zur Infrarotfotografie mit FOVEON Chips habe ich ja schon einiges geschrieben. Bislang hatte ich mich wenig mit

digitaler Nachbearbeitung beschäftigte, wurde ich vom jetzt kostenfrei von Google zur Verfügung gestellten Tool SilverEFEX überzeugt, welches die Infraroteffekte noch einmal deutlicher herausarbeiten kann. Die gesamte 2016er Serie Tisa in Infrarot findet Ihr jetzt auch in meiner Onlinegalerie!

Am kommenden Dienstag eröffnet 20 Uhr im Atelier Starke die Ausstellung Duett Duell zu der ich herzlich einlade… Wie sich die zusammengelosten Paare des Forums für Zeitgenössische Fotografie in einem Rahmen präsentieren werde ich an dieser Stelle am Mittwoch schreiben! Vorab schon mal: Thomas Bachler und Ich zeigen unseren Rahmen unter dem Titel: Polaroid trifft ILFOCHROME 

Letzter Versuch: Ilfochrome direkt

Mentor & Sinar einträchtig im Studio

Mentor & Sinar einträchtig im Studio

Seit 20 Jahren versuche ich immer mal wieder diese Technik durch Direktbelichtung des Umkehrmaterials (welches ursprünglich mal zur Ausbelichtung von Dias erfunden wurde) in der Plattenkamera lebendig zu halten. Vor 5 Jahren wurde das Verfahren von Ilford eingestellt und keine Papiere und Verarbeitungschemie mehr hergestellt. Jetzt also der letzte Versuch mit altem Papier und einem bislang nicht angerissenem Chemiekit P30 direkte Farbunikate herzustellen. Stand mir bisher hierfür nur meine

Es ist angerührt

Es ist angerührt

eigene 13x18cm Mentor mit Porträtobjektiv zur Verfügung habe ich für diesen Versuch erstmals eine 8×10“ (20x25cm) Sinar mit 240mm Normalbrennweite von Jürgen Jeibmann gestellt bekommen … Danke schon mal vorab! In den nächsten Tagen hoffe ich hier erste Ergebnisse präsentieren zu können… seid gespannt!

22.08. UPDATE!
Ja es entstehen Bilder! Die 1991 abgelaufene Papiercharge bringt leider keine Ergebnisse mehr! Nun liegt die Hoffnung auf 2010 abgelaufenem Papier welches bei den gestrign Tests mit extrem geringer Empfindlichkeit (f8 bei 2sec in praller Sonne) trotzdem noch farbige Bilder erzeugte.

02.09. UPDATE!

Mattscheibenträger

Es war ein erhebendes Gefühl diese Schild abzuknoten! „Mattscheibenträger“

Nach 4 Bildversuchen für die Ausstellung Duell-Duett war der Vorrat an 8×10″ Material aufgebracht, jedoch mein Enthusiasmus noch nicht! FotoGörner gibt mir nun die Möglichkeit auch die letzten 13 Blätter 18x24cm zu belichten. Hierzu habe ich eine fabrikneue Mentor Panorama zur Verfügung gestellt bekommen, welche heute erstmals aus Ihrer Originalverpackung entnommen und aufgebaut wurde!

04.11. UPDATE!

OVER & OUT! Die letzten Bögen 18x24cm sind belichtet! Die letzten Tropfen Chemie werde ich noch in einigen 13x18cm Versuchen verbrauchen und dann wird dieses Verfahren wohl auch bei mir Geschichte sein! Leider war der Prozess nicht mehr wirklich definiert zu kontrollieren und so blieben die letzten Aufnahmen alle konzeptioneller/experimenteller Art aber waren eine tolle Erfahrung zu erkennen, wie in den Anfangsjahren der Fotografie bei der Bildentstehung jeder einzelnen Platte mitgefiebert wurde. Das Arbeiten mit der Fachkamera zeigte mir einmal mehr, wie sich die Zeitgenössische Fotografie mit der Limits der parallelen optischen Bank abgefunden hat ohne das Gesamtpotenzial von Shift und Tilt bei der Bildgestaltung je erkennen zu dürfen!

Ausstellung brachland noch bis 02.07. in Pirna

Impressionen von der Vernissage vor zwei Wochen

pirna_bild

Ich bin mit der Installation Digitales Brachland vs. Belebter Sandstein beteiligt!

Die Ausstellung endet mit einer Finissage zum Tag der Kunst in Pirna! Das Uniwerk veröffentlichte folgende Einladung:

ab 11.oo Uhr Ausstellung geöffnet
15.oo Uhr Poetische Bühne mit Constance Böckmann, Carla Schwiegk und Marvin Neidhardt
16.oo Uhr Poetische Bühne mit Gregor Kunz und Uwe Hübner
18.oo Uhr Kühle Getränke und anregende Gespräche bei guter Musik vom Plattenteller – Ausklang TdK
20.3o Uhr Finissage BRACHLAND mit Livemusik
21.3o Uhr interaktive Performance „Waldmeisterschattenbar“ von Georg Knobloch, Conny Köckritz und Echofreak

Wir bedanken uns ganz herzlich bei all unseren Freunden, Förderen und Sponsoren, der Stadt Pirna, unseren tollen Nachbarn sowie allen, die das BRACHLAND bearbeitet haben!

Fotoausstellungen im Juni

brachland_webWenige Städte haben solch eine lange und vielfältige fotografische Tradition wie Dresden. Wenige Städte betreiben auf Ihrem Stadtportal eine eigene Fotoseite photo.dresden.de. Leider scheint diese erste Anlaufstelle für Fotointeressierte seit einem Jahr keine Pflege mehr zu erhalten! Interessant ist auf alle Fälle die Übersicht Photographische Sammlungen, die einen guten Überblick der Dresdner Sammlungen gibt. Weniger aktuell ist der Bereich Links dem ein wichtiger Akteur der Dresdner Szene: Forum für Zeitgenössische Fotografie fehlt, welches vor einigen Tagen seinen ersten Geburtstag feierte. Gratulation und weiterhin viel Erfolg!

Der Dresdner Fotojuni bietet einige gute Ausstellungen für Fotoliebhaber:

  1. Günter Starke zeigt im Kulturkraftwerk ab 9.6. unter dem Titel SILBER eine Retrosepktive mit nach eigenen Aussagen: Allen anderen Arbeiten die nichts mit der Neustadt zu tun haben, auf die er für viele als Fotograf reduziert wird.
    Ich bin gespannt!
  2. Die Technischen Sammlungen zeigen noch bis zum 26.6. eine Gegenüberstellung von traditionellen und zeitgenössischen Antarktisbildern Scenerie und Naturobjekt Die erste deutsche Tiefsee-Expedition 1899 und Großformatfotografien von Hans-Christian Schink!
    Nicht nur aus technischen Aspekten sehenswert!
  3. Auch das Hygienemuseum zeigt derzeit eine starke Fotoausstellung: Von der Flüchtigkeit des Glücks mit komplexen, wundervoll komponierten Bilderzyklen des Anglo-Amerikaners Philip Toledano.
    Ein Beleg für die Macht von Bilderwelten!
  4. Für einen Ausflug in der zweiten Monatshälfte bietet sich das Uniwerk in Pirna mit seinem BRACHLAND Projekt an. Hier werden ab 17.5. vielfältige Positionen zum Thema zu sehen sein.
    Ich bin eingeladen, mich mit der interaktiven Videoinstallation „Digitales Brachland vs. Belebter Sandstein“ zu beteiligen …Details folgen hier im Blog!

Ab 8.4. in Berlin Der Nahseher in der Galerie Vinogradov

In der kommenden Woche stellen 8 Künstler der Ausstellungsreihe parablau gemeinsam in der Galerie Vinogradov in Berlin aus. Ich werde auf dem Nahseher 2.0 einen Querschnitt analoger Aktfotografien der vergangenen 15 Jahre zeigen. Dieser Beitrag steht im Kontext meiner Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf das Genre der Aktfotografie, die sich weiter verändern wird.

Spannend zu verfolgen finde ich zum Beispiel diesen Ansatz (Huffington Post)

Die Belebung klassischer Motive als neue Kunstform

Die Belebung klassischer Motive als neue Kunstform

Analog durch 2016!

Die Jahreswende ist immer ein guter Zeitpunkt inne zu halten, zu schauen, was sich verändert, und selbst Pläne fürs neue Jahr zu machen. Das Umschauen hat mich beim Blick auf zwei bekannte Hersteller fotografischer Materialien besonders gefreut.

  • Bei KODAK ist es das Bekenntnis zum modernen 35mm Cinefilm, welches auch jedem Kleinbildfotografen zugute kommt. Als cinestill 800 gibt es eine Emulsion, die bei Lampenlicht eine nie vorher da gewesene Empfindlichkeitsspanne von 200-3200 ISO bietet und vom Schichträger her für den Durchlichtscan optimiert wurde… Ich bin gespannt auf erste eigene Ergebnisse, die ich hier vorstellen werde. Um dem analogen Engagement noch Einen drauf zu setzen stellte das Unternehmen auf der CES die erste neue SUPER8 Kamera seit 35 Jahre vor! Respekt!
  • Bei FOMA aus Tschechien freut es mich, dass Sie nicht einfach dem Trend der anderen Herstellern folgen und die Preise für Filme und Fotopapier hochschnellen lassen. Zudem kann ich nun auch persönlich bestätigen, das Onlineeinkäufe im Nachbarland gut funktionieren und die bestellet Ware schnell und gut verpackt geliefert wird.

Im eigenen Schaffen bildet die Mitarbeit im Forum für Zeitgenössische Fotografie, welches sich zuletzt auf der Dresdner Künstlermesse öffentlichkeitswirksam präsentierte, einen wichtigen Schwerpunkt.

360° Blick im Atelier Dresden Friedrichstadt

360° Blick im Atelier Dresden Friedrichstadt

Des Weiteren möchte ich im eigenen Atelier noch einmal intensiv fotografieren, bevor dieser lieb gewonnene Platz vielleicht ab 2017 einer schicken Wohnbebauung weichen muß! Weswegen es sich weiter lohnt, der analogen Fotografie treu zu bleiben laß ich jetzt mal im Wartezimmer in einer GEO vom vergangenen Sommer der die folgenden Zitate entnommen sind:

Das Digitalzeitalter hat die Fotografie von jeder Erdenschwere befreit. Fotos sind keine Dinge mehr sondern nur noch gewichts- und nahezu kostenlose Datenpakete…

Beim World Press Photo Award …musste die Jury im Juli 2015 jedes fünfte Foto ablehnen weil es offensichtlich manipuliert war

Wenn Archeologen uns in Zukunft einmal ausgraben werden sie ab den Jahr 2004 nichts mehr finden, denn dass ist das Jahr ab dem wir alles ins Digitale verfrachteten.

Wie Fast Food Slow Food hervor brachte könnte Slow Photography eine Schule des Sehens werden, der Bildkompetenz, der bewussten visuellen Wahrnehmung

Medienbericht parablau

12342367_1096793700332312_1377540197338311645_nDer Neustadt-Ticker von Jan berichtete am 04.12. über parablau und ich durfte vor dem Nahseher 2.0 modeln. 14 Tage hatten 12 Künstler der Blauen Fabrik die Chance eine temporäre Kunsthalle von über 1000qm zu bespielen. Mit Fotografien beteiligten sich: Doreen Brückner (schwarz-weiße Stimmungsbilder), Michal Matusek (Edelprints auf Metall + Video), Peter C. Fischer (Dresden und die Neustadt auf untypischen Postkartenmotiven sowie Veranstaltungsbilder aus 24 Jahren Blauer Fabrik) und Georg Knobloch (Originaldias: Zwielichtecken + Video: Blüten der Saison) Die Ausstellungsreihe wird im Januar in den Räumen der Blauen Fabrik (Hinter der Post Königsbrücker Str.) fortgesetzt und könnte ab Mitte des Jahres in neuen Räumen auch einen zusätzlichen fotografischen Schwerpunkt bekommen

Kalenderverkauf Sandsteinakt

In diesem Jahr hat sich endlich die Chance ergeben, drei Leidenschaften in einem Kalender: SANDSTEINAKT 2016 zu verknüpfen.

  1. Die Liebe zur sächsischen Felsenlandschaft und der Kletterei
  2. Die Lust, der Schönheit des menschlichen Körpers immer neue Facetten in der Fotografie abzugewinnen und
  3. spezielle fotografische Technologien zu erkunden.

Kalender Sandsteinakt 2016Mit den Fotosessions rund um Bastei und Babarine erscheinen bekannte Landschaften im neuen infraroten Licht. Ohne den hohen Einsatz der kletternden Modelle hätte das ganze Projekt nicht gelingen können! Vielen Dank!
Die Printedition ist auf 50 signierte Exemplare im Format 13×21 cm limitiert und ist an folgenden Orten zum Preis von € 25,-€ erhältlich:

  • in der Galerie www.kunstunderos.de auf der Hauptstr. 15 in Dresden-Neustadt
  • Während der öffnungzeiten der temporären Galerie parablau im Einkaufszentrum am Albertplatz oder
  • per Kontaktformular auf dieser Seite (Postversand zzgl. € 3,-)

Experiment blaue Stunde ist gelungen …

…aber wie immer im Leben mit Luft nach oben!

Georg Knobloch

Georg Knoblochs Ausstellungsergänzung

Das Format parablaus blaue stunde bot die kurzfristige Chance mit Dresdner Aktfotografen ins Gespräch zu ihrem aktuellen Schaffen und der Zukunft des Mediums zu kommen. Dass das Interesse da ist, zeigt beispielsweise wie viele der angeschriebenen Fotografen bedauerten, am Vorabend des ersten Advents leider schon verplant zu sein. Dass ein Teil meiner Hypothese: Die Digitalisierung killt die Aktfotografie zutrifft, tritt in weiteren Absagebegründungen zu Tage: „Ich habe keine großen Prints“ oder „Ich habe nichts zum projizieren, da alles im Netz zu sehen ist“ Am Ende beteiligten sich Hainer Michael und Matthias Naumann aktiv an diesem Experiment und sicher noch der eine oder andere Fotograf passiv im Publikum. Alle drei Vorträge einte, dass sich alle Beteiligten als aktive Amateure bereits über 10 Jahre mit dem Medium beschäftigen, Ausstellungserfahrung mitbringen und das Genre Akt für lebendig halten. Unterschiede bestehen natürlich im künstlerischen Ausdruck und in den technisch-gestalterischen Ansätzen.

Hainer Michael im Gespräch

Hainer Michael im Gespräch

Hainer Michael wählte für sein präsentiertes Ausstellungsprojekt das Thema Weiblichkeit, wobei es Ihm darum geht bei jedem Model die Schönheit ihres Körpers individuell herauszuarbeiten. Dabei arbeitet er digital im kleinen Studio überwiegend mit Frauen die erstmals vor der Kamera stehen.

 

 

Matthias Naumanns Ausstellungsergänzung

Matthias Naumanns Ausstellungsergänzung

Matthias Naumann stellte seine Präsentation unter den Titel Beziehungen. So zeigen seine Bilder oft mehrere Personen beider Geschlechter bzw. die gleiche Person in Beziehung mit Dingen/Orten bzw. in Form von Doppelbelichtungen mit sich selbst. Er hat vor einigen Jahren dem Studio den Rücken gekehrt und arbeitet nun digital vor Ort oder in der Natur.

 

Ich stellte meine aktuellen Arbeitsweisen: analoge und infrarote Aufnahmen, gekoppelt mit speziellen chemischen Ausarbeitungsverfahren (z.B. Cyanotypien) in den Mittelpunkt. Dabei ging es mir darum zu zeigen, dass in einer ansonsten cleanen Digitalwelt das Unbestimmte die Schönheit ausmacht, die man vorher nicht planen kann. Konkret stellte ich die Jahresprojekte vor, die sich in den Kalendereditionen manifestieren (aktuell: SANDSTEINAKT 2016 in Infrarot). Danach gab ich Einblick in das Langzeitprojekt Nur eine Rolle. Hier spreche ich Frauen an, die in den vergangenen 20 Jahren schon eimal für mich Modell gestanden haben und bitte diese noch einmal mit diesen alten Bildern in Beziehung zu treten. In der anschließenden Diskussion mit dem Publikum trat zu Tage dass Onlineverbreitung von Bildern vor allem ein Thema der Persönlichkeitsrechte darstellt die die Streetfotografie nicht minder betrifft als die Aktfotografie. Hainer Michael brachte es mit den Worten auf den Punkt „Wenn du alle Regelungen einhalten willst, müsstest Du Deine Kamera sofort wegschmeißen“

Am Ende des Abends möchte ich meine bereits am 30.10. auf: Die digitale Vernetzung killt das Aktfoto abgeschwächte Eingangshypothese zu Die digitale Verbreitung und die damit verbundene Gefahr der Verletzung von Persönlichkeitsrechten macht es Menschenbildern in der Kunstfotografie gerade schwer weiterentwickeln…dies sollte Ausgangspunkt für ein weiteres Podium sein!

facebookdiskussion vom Oktober zum Thema

facebookdiskussion vom Oktober zum Thema