Frohes Fest! 80 Jahre Rolleicord vs. 0 Jahre Recesky

25122013339Seit gestern gilt es! Der Weihnachtsmann brachte mir den Kamerabausatz einer zweiäugigen Spigelreflexkamera komplett mit Werkzeug und Film. Dieser muss sich nun gegen eine 80 jährige Dame mit nur wenigen Altersblessuren behaupten. Die Art Deco Rolleicord hat meine Großmutter damals gekauft, und erst in der vergangene Woche habe ich erneut damit fotografiert… Mitte Januar wird sich dann zeigen wozu der Bausatz taugt. Ich werde berichten… Jetzt erst mal den Braten verdauen und gut ins neue Jahr gestartet.

Kalender zum Nikolaus

Nicht nur in der Galerie Kunst und Eros erhältlich: Tischkalender 2014

Nicht nur in der Galerie Kunst und Eros erhältlich: Tischkalender 2014

Auch in diesem Jahr habe ich zwei limitierte 50er Editionen (num. & sig.) Tischkalender auf Fotopapier aufgelegt. Der Preis beträgt jeweils 20 €.

Den Infrarotaktkalender Jenseits des Lichts gibt es exklusiv in der Galerie Kunst und Eros in den Kunsthandwerkerhöfen auf der Hauptstraße oder bei mir direkt zu bestellen.

Den Weitwinkeldiakalender ZwieLichtEcken gibt es ausserdem in folgenden Geschäften der Dresdner Neustadt zu kaufen: Reisebuchladen, Tranquillo, Büchers Best und Bethes Spirituosen.

Jenseits des Lichts- Ausstellung bis 25.01.14

Die Bilder „Animalisch“ und „Maritim“ im Ausstellungsraum neben Porzellanarbeiten der Galeristin Janett Noack

Seit gestern zeigt die Galerie Kunst und Eros auf der Dresdner Hauptstraße 15 die Gruppenausstellung „Erotischer Advent“ mit neun aktuellen Arbeiten von mir. Die Diskussionen zur Eröffnung drehten sich (zumindest mir gegenüber) stärker um die technischen Aspekte als um Motive und Bildwirkung … aber sicher kommt das noch in den nächsten Wochen. Die Ausstellung ist noch bis zum 25. Januar zu sehen. Seit gestern ist auch der Kalender zum Thema erhältlich. Ich freue mich auf regen Besuch (zum Beispiel am 13.12. zur Lesung oder am 18.12. wo ich noch einmal zum Glühwein lade) und kritische Kommentare!

Vor einem Jahr traf Naturfotograf Georg Knobloch die Nymphen Calendula, DaSinci, und Flammendiva an den Wasserstellen Dresdens. Auf der Suche nach dem Kern dieser Wesen folgte er ihnen in diesem Sommer mit einer Kamera die nur Licht im infraroten Wärmespektrum aufnimmt. Diese für das menschliche Auge sonst unsichtbaren Bilder sind unvorhersehbar und lenken die Wahrnehmung der oft bekannten Orte von der scheinbar farbigen Realität in eine neue visuelle Welt. Genau vor 20 Jahren nutzte der Fotograf in Irland erstmals Infrarotfilm. Als Reminiszenz findet sich in der Ausstellung die Körperprojektion des alten Filmstreifens vom Old Horn Head Lighthouse (Co. Donegal). Neben erwarteten Effekten (tiefdunkler Himmel, helle Blätter) überraschte vor allem die Hautdarstellung, welche im infraroten Licht eine fast porzellanene Anmutung bekommt. Die 10er Auflage der 40x40cm großen Prints teilt sich in klassische Ausbelichtungen auf Fotopapier (Fujicolor Crystal Archive Paper Surpreme) und Inkjet Pigmentplots auf 180g Seidenglanzpapier auf dem die verschiedenen Grauschichten und -dichten zusätzliche abstrakte Lichtreflexe erzeugen. Weitere vier Arbeiten gibt es 20x20cm Fotoleinwand in 3er Auflage

Infrarotfotografie im neuen Gewand

infrarot königstein

Königstein vom Fuße des Liliensteins (SD14 Infrarot / 50mm)

Vor 20 Jahren hatte ich das erste mal einen Konica Infrared 750nm Film in meiner Kamera, der im infrarotem Spektrum fotografierte… immer mal wieder ließ ich mich in der Folgezeit von dramatisch dunklem Himmel, leuchtenden Blättern (alles was Chlorophyll enthält reflektiert Wärmestrahlung besonders gut überraschen und beeindrucken. Da diese Filme nur noch in der Wissenschaft eingesetzt werden, gibt es meines Wissens nur noch eine Variante auf Kleinbild. Auf der Such nach einer Alternative kam ich dann auf ein wenig beachtetes Feature meiner SIGMA SD14, die nach dem mit einem klick entfernten Staubschutzfilter die einzige DSLR neben dem aktuellen Sigmaflagschiff SD1 ist, die ohne aufwändige Umbauten für den infraroten Bereich sensibilisiert ist. Nun muss nur noch ein Filter vor das Objektiv welcher das sichtbare Licht blockiert und schon hat man eine bauchbare und bezahlbare Alternative zum nicht mehr verfügbaren Infrarotfilm. In diesem Spätsommer war ich damit ausser in der Sächsischen Schweiz erstmals im Bereich Akt unterwegs… was dabei herausgekommen ist gibt es hier in einer Woche zu sehen!

Herbstzeit – Kalenderzeit

Wie jedes Jahr im Herbst steh ich als Fotografierender vor der Frage: Was wird mit den Bildern des Sommers, wie präsentiere ich diese, wo stelle ich aus was kommt auf den Kalender … wer bekommt einen oder hat man etwas mitzuteilen was noch mehr Leute interessiert als die, die man so schon kennt! Derzeit probiere ich einen neuen Weg der Publikation und des Vertriebs eines Kalenders aus. Der Verlag Calvendo bietet die Möglichkeit der Publikation mit ISBN Nummer und Print on Demand Service sobald es Besteller gibt… Derzeit ist mein erstes Kalender Projekt für 2014 in der Prüfung …und ich werde berichten wie es weiter läuft:

Kalenderdeckblatt 2014

Die Äußere Neustadt, Ostdeutschlands größtes zusammenhängendes Gründerzeitviertel steht ganz vorn in der derzeitigen Gentrifizierungsdebatte. Alle Bilder dieses Kalenders entstanden an der Schwelle zwischen einer Tagneustadt (Kinderwagen, Laufräder, kreativen Läden) und einer Nachtneustadt (Ausgehviertel mit überregionaler Ausstrahlung). In dieser einen Stunde ist der Stadtteil wohl am wenigsten stigmabelastet und vor allem eins: eng und urban! Die fotografische Technik verstärkt dieses Motiv: Ein Weitwinkelobjektiv mit 14mm Brennweite erzählt in einem Bild ganze Geschichten die in zwei Straßen zugleich spielen. Der verwendete Diafilm ist ehrlicher schonungsloser Dokumentar der Realität weit weg von digitaler Überhöhung. Die bei diesem Licht notwendigen langen Belichtungszeiten reduzieren die Bilder auf statische Realität. Sich bewegende Fahrzeuge und Lebewesen werden zu grafischen Elementen oder verschwinden völlig.

Models für Infrarotaktkalender gesucht!

Infrarot am See

In den letzten schönen Septembertagen möchte ich mein diesjähriges Kalenderprojekt zu Ende bringen. Nach Prießnixen 2012 und Dresdner Brunnennymphen 2013 sind im Sommer einige schöne Infrarotaufnahmen in Dresden und Umgebung entstanden. Um das Projekt abzurunden möchte ich in den nächsten 14 Tagen noch einige Ideen im Bereich Outdoorakt verwirklichen. Dazu sind Wetterlagen mit Wolken vor blauem Himmel besonders geeignet. Diese lassen sich jedoch nur maximal 2 Tage im voraus absehen. Wer als Model Interesse hat, bei diesem Projekt mitzuwirken und 50€ pro kurzfristigen Shooting (max 2 Std) zu verdienen bewirbt sich am Besten mit Verfügbarkeit und Telefonnummer. Zu den dann vereinbarten Shootings würde ich mit dem Auto im Raum Dresden abholen und zurück bringen.

Mehr über die technischen Seite der Infrarotfotografie

Noch 12 Tage: Ostrale Endspurt

In meinem letzten Posting schrieb ich recht enttäuscht über meinen Ausstellungssommer. Dann war ich doch noch in der vergangenen Woche auf der Ostrale und wurde echt versöhnt. Hier gibt es noch bis zum 15. September spannende fotografische Positionen zu sehen. Als Einführung möge der empfehlenswerte Eindruck von Peter Zimolong dienen Folgend meine kleine Auswahl mit den Links zum/r Künstler(in):

  • Willy Filz aus Belgien beeindruckte mit einer fast lebensgroßen aufgespaltenen Mauer zwischen Israel & Palaestina
  • Olaf Rößler (D) überzeugte nicht nur die Ostralemacher (bietet mit der Mitternachtsaufnahme des Windkraftwerkes das allgegenwärtige Titelbid)  sondern auch mich mit der Serie „Black as Pitch“
  • Lilith Love (NL) bringt subtile Selbstporträts mit Augenzwinkern im großen Format mit nach Dresden
  • Nathalie Bertrams aus Johannesburg (SA) nimmt uns mit auf eine Zugreise durch  Afrika, welche mich zum einen an die eigene Zeit in Tanzania erinnert zum anderen das gleiche Konzept meiner Prießnixenausstellung, 24 Bilder als KB Film als Band entlang der Wand, umsetzt …sehr schön!

Meine Empfehlung: Unbedingt noch mal hingehen und weitere Interessante Positionen kennen lernen!

Aktuelle Bestandsaufnahme

Nach der Sommerpause sichtet man die eigenen fotografischen Ergebnisse (bald gibts die auch zu sehen) und rekapituliert, was man so gesehen und erlebt hat und schaut auch gern voraus, was der Herbst bringt. Bezüglich Ausstellungen konnte mich der Sommer nicht überzeugen. Weder die Jahresausstellung noch die Diplomausstellung der HfbK Dresden konnte mit spannenden fotografischen Positionen aufwarten. Interessanter ist da schon die aktuelle Ausstellung in der schwer zu findenden Galerie

Eine andere Begegnung der letzten Wochen fand ich jedoch bemerkenswert. Günter Starke stellte mir das Zukunftskonzept einer Stiftung Forum für Zeitgenössische Fotografie in Dresden vor, von der in den nächsten Monaten noch einiges zu hören sein wird. Hier sollen projektbezogen wichtige Kompetenzträger der Stadt zusammen kommen und größere Reichweite bekommen als dies Fotoinitiativen aus Dresden bisher schafften. Ich bin gespannt.

In der Dresdner Kursszene möchte ich aufs aktuelle Programm der Volkshochschule verweisen, welches nichts Neues, aber wie in jedem Jahr solide Ausbildungsangebote zum fairen Preis bietet.

Café Lektüre: Gleiche Entwicklung in der Musik!

hab heut seit langem mal wieder im Café eine Musikzeitschrift gelesen da mich das Titelbild des aktuellen Musikexpress interessierte weil es mit Daft Punk zwei Musiker zeigte die mich vor 10 Jahren schon einmal faszinierten und die mich dazu brachten, vor einigen Wochen endlich mal wieder eine Langspielplatte zu kaufen! Diese gefällt mir sehr gut und das Interview bestätigt meine Vorstellung von analoger Fotografie die offensichtlich auch ihre Entsprechung in der Musik hat … aber lest selbst!

 

13.07.13 Workshop: Mach Dir Dein Blaues Bild

Fotogramm 12x18cm in Cyanotypie

Cyanotypien, Direktfotografien und Schwarzlichtfotografie bei parablau.

Am 13. Juli findet in Dresden erneut die Museumssommernacht statt. Da die Heimstätte der Ausstellungsreihe parablau, die Blaue Fabrik in der Dresdner Prießnitzstraße, eine Nutzungsuntersagung für öffentliche Veranstaltungen hat, findet der für Anfang August geplante Analogfotoworkshop dort nicht mehr statt. Alle die sich an diesem Abend in der blauen Stunde mit blauen fotografischen Spezialtechniken auseinandersetzen wollen und sich vielleicht auf dem Weg zwischen den beteiligten Museen auf der Straße: BRN Museum und Kraszewski Museum eine kreative Pause gönnen wollen sind herzlich eingeladen. Ab 19 Uhr werden die (ungiftigen) Spezialchemikalien angerührt und so lange jeder Lust hat kann dann fotografiert fotogrammiert entwickelt … und am Ende mit nach Hause genommen werden.

Nachtrag 15.07.13:
schön wars!  Auch wenn nicht viele Gäste da waren hat sich jeder eine Cyanotypie als Fotogramm oder unter UV Licht selbst belichteten Negativ oder ein Polaroidtrennbild mitnehmen können. Was nicht funktionierte war:

  • Cyanotypiepapier in der Plattenkamera zu belichten
  • Ilfochromedirektfotografie, da das Bleichmitttel nach 10 Jahren wohl entgültig tot war! wenn ich also keine P30 Prozesschemie mehr auftreiben kann ist dies wohl das Ende dieser Idee.