Sommerworkshop 01.-03.08. bei parablau

Ich freue mich über die Einladung in der Blauen Fabrik einen Analogen Fotoworkshop im Rahmen der kommenden parablau Ausstellung Schnipsel anzubieten. Der Ausstellungstext

Conny Köckritz besaß noch nie einen Fotoapparat und würde bei den Wörten Blende Belichtungszeit Sport- oder Romatikeinstellung mehr als nur die Augen verdrehen. Trotzdem hat Conny schon immer Bilder im Kopf. Seit vielen Jahren bringt Sie diese per Ölfarbe zumeist gepachtelt auf Pappe oder Leinwand. Doch woher kommen diese, überwiegend abstrakten, Strukturen? Auf den ersten Blick sehen die Farbflächen aus wie ein Gedankenprodukt, aber dann hat man oft das Gefühl dies schon mal irgendwie wahrgenommen zu haben nur erinnert man sich weder an das wann noch wo. Manchmal sind es kleine Details, die aus der Abstraktion heraustreten und pointierten Realismus verkörpern. In Ihrer letzten Ausstellung am gleichen Ort war es dann der Zyklus Dünnes Haus / Dickes Haus in dem Bauernhäuser des Erzgebirges auf Ihre Farb- und Formensprache reduziert, die meiste Aufmerksamkeit erhielten. Immer noch denken viele die Abstraktion in Connys Gemälden wäre extrem. Hat dies nicht eher mit unserer viel zu flüchtigen Wahrnehmung unserer Umgebung zu tun? Für Conny ist das Fotohandy seit 2005 Recorder dieser kleinen feinen visuellen Genüsse des Alltags an der Sie uns mit der kommenden Ausstellung erstmals teilhaben lässt. Dabei kommt Ihr Normalbrennweite und hohe Tiefenschärfe der Handykamera zu pass, da oben genannte fotografischen Fachtermini hier einfach obsolet sind.

macht gespannt auf den Dialog zwischen den ausgestellten Handybildern und den im Workshop entstehenden Analogfotografien! Dies erst mal zur Planung… weitere Updates folgen!

NÁRODNÍ MUZEUM FOTOGRAFIE – Eine Überraschung am Weg

Am vergangenen Samstag war ich auf dem Weg von Krems nach Dresden und da mir die Strecke über Tabor nach mehreren Fahrten langsam langweilig wurde fragte ich das Navi nach einer Alternative. Darauf schickte es mich etwas weiter östlich über das Städtchen  Jindřichův Hradec, welches auf den ersten Blick zu einer Mittagspause einlud! Beim Schlendern durch Burg und Barocker Altstadt traf ich plötzlich auf ein ehemaliges Jesuitenkolleg welches seit 2002 das Nationale Fotografiemuseum der tschechischen Republik beherbergt, welches pünktlich mit meinem Eintreffen 12 Uhr öffnete. Neben der Dauerausstellung zur Geschichte der (tschechischen) Fotografie gibt es offensichtlich immer mindestens 3 Werkschauen herausragender Fotografen bzw. Sammelschauen fotografischer Themen: Bis November 2013 laufen u.A. zwei Ausstellungen, die besonders für Analogfans interessant sind:

  • Alexandr Paul -Legende der tschechischen Fotografie
    …der bis Anfang der 1980er Jahre über 50 Jahre vielfältigstes fotografische Werke in Perfektion schuf.
  • Akt – Meister der Schwarzweiß Fotografie
    …eine Sammlung von Werken jenseits der üblichen westlichen Ästhetik oder der Popstarhaftigkeit einiger bis nach Amerika bekannten tschechischer Meister dieses Faches wie Jan Saudek

Jedem Besucher Südböhmens möchte ich den Besuch dieser Sammlung sehr ans Herz legen, da ich das Gefühl hatte, dass dieses nun seit 11 Jahren bestehende Museum die euphorische Unterstützung und Aufmerksamkeit der Anfangsjahre wohl derzeit nicht mehr bekommt. Erst als ich das Haus anderthalb Stunden später verließ kamen die nächsten zahlenden Gäste!!!

Zwei Augustworkshops in Planung

In Dresden sind grad 9 Grad und Dauerregen. Eigentlich sollte Ende Mai schon so was wie Frühsommer zu spüren sein aber nicht so in diesem Jahr. An so einem Sonntag kann man dann schon mal über die analogen Sommerworkshops nachdenken, von denen es zwei geben wird. Die Termine sind nun klar:

  • 01.-03.08.2013
  • 23.-25.08.2013

Bei den Themen und Techniken bin ich derzeit noch offen und werde in den kommenden Tagen ein paar Vorschläger erarbeiten, Sehr sicher werd ich auf alle Fälle möglichweise zum letzten mal Ilfochrome -Direktfotografie in der Plattenkamera anbieten, da mein Chemikalienvorrat für dieses einmalige Verfahen nun dem Ende zu geht und Ilford seit 2011 nicht mehr produziert. Meine letzten Arbeiten mit dieser Technik liegen nun auch schon wieder zwei Jahre zurück und finden sich Hier.

Sommerprojekt: Dresdner (Klein-) Gartenfeen gestartet

Auch in diesem Jahr wird es ein analoges Outdoor Sommeraktprojekt geben. Die Ausschreibung läuft unter anderem auf Facebook, Model-Kartei und als Aushang in Dresdner Gartensparten. Ich bin ziemlich gespannt wie sich das Projekt entwickelt und werde an dieser Stelle regelmäßig berichten. Wer jemanden kennt, kann gern noch Kontakt aufnehmen!

27.04. Fotomarathon Dresden

Erstmals hab ich mich auf eine solche Veranstaltung eingelassen und bin sehr gespannt auf das Ergebnis. In 2×2 Stunden zu 10 Themen maximal 10 mal auf den Auslöser zu drücken ist schon echte Entschleunigung! Besonders froh bin ich einfach eine Reihe analoger Enthusiasten gesehen zu haben, die genau wie ich jetzt warten müssen was auf den DIA oder Farbfilmen drauf ist… vielleicht auch ’ne schöne Seite des analogfotografierens. Was bei einem solchen Projekt rauskommt sieht man auf den Rückblickseiten der vergangenen Jahre… Am 22.06. fällt die Jury Ihre Entscheidung!

Nachtrag (29.04.13): Heute gab es die entwickelten Ergebnisse & ich bin sehr zufrieden insbesondere mit: Ordnung im Chaos

Nachtrag 2 (24.06.13) : Am vergangenen Samstag war Siegerehrung und Ausstellungseröffnung im Lindengarten an der Königsbrücker Str. Die besten Serien wurden prämiert und alle knapp 1500 Wettbewerbsbilder sind noch bis Ende Juli im oberen Foyer öffentlich zu sehen oder für längere Zeit im Netz! Gratulation allen Preisträgern.

Die 5. Aufgabe im diesjährigen Fotomarathon Dresden: ORDNUNG IM CHAOS (Nikon F90; Nikkor 2/85; f22; 1/2 sek; Fuji Provia 100)

Adam Ziege schließt mit Rüdiger Beckmann

Ausstellung bei Adam Ziege Rüdiger Beckmann

Heute in der Ausstellung Beyond Vanity …es wird weiter analog fotografiert

Es war eine Überraschung der eher unangenehmen Art. Die Galerie Adam Ziege, die sich in den letzten Jahren um die Dresdner junge Kunst verdient gemacht hat schließt zum Monatsende! Um so schöner ist, dass die letzte Ausstellung eine ganz besondere analoge Fotoschau ist. Rüdiger Beckmann hat 52 Frauen über mehrere Jahre fotografisch begleitet und nennt Buch und Ausstellung nach der Eitelkeit. Für alle Freunde verschiedener analoger Techniken in der Porträtfotografie ein Muß! Noch zu sehen bis 26.04. auf der Louisenstr. 87

 

Brunnennymphen 2012 nun auch online!

Schalenbrunnen Tannenstraße

Zum Ende der Ausstellung Erotischer Advent gibt es nun eine Auswahl der Bilder meines Jahresprojektes 2012 auch in einer Onlineausstellung zu sehen. Die Originale sind in einer 10er Edition auf 24x30cm TETENAL TT VarioUltra ausbelichtet und kosten 70€.

Nach der Entdeckung der sagenumwobenen Prießnixen im Jahr 2011 begab sich der Dresdner Naturfotograf Georg Knobloch im darauf folgenden Sommer an die Wasserstellen der Stadt. Auf der Suche nach dem Verbleib dieser Wesen traf er sie gewandelt als Nymphen- mythologische Naturwesen, die Schönheit, Wesenstiefe, Eros und Transzendenz der Natur in den urbanen Raum bringen. Vielen Dank an Flammendiva, Calendula & DaSinci

Mazedonische Fotografie in Dresden

Ausstellungseröffnung im kultur aktiv am 01.03.13

Seit dem 1. März zeigt die Galerie NEUE OSTEN in der Reihe RANDBILDER im kulturaktiv (Bautzner Str. 49) in Dresden:  MACEDONIAN PHOTO CLUB Zeitgenössische Fotografie aus Mazedonien. In der sehenswerten Kabinettausstellung werden zwei Generationen mit jeweils zwei Vertretern der weitestgehend unbekannten Fototradition des kleinsten Balkanlandes  vorgestellt. Vier fotografische Handschriften werden sicher die durchgängig Menschen in einen spezifischen Umfeld porträtieren. Die junge Generation fotografiert dabei durchgehend Digital und in Farbe. Die Vertreter der Generation, die 1989 schon erwachsen war, fokussiert sich weiter auf Schwarz-Weiße Bilder, die Ihre Ausdruckskraft aus dem Spiel mit Licht und Schatten sowie dem Erkennen von Strukturen ziehen. Spannend finde ich auch den Titel: „Fotoclub„, eines Phänomens, welches auf der Ostseite des eisernen Vorhangs offensichtlich eine Tradition hatte die mir aus dem Westen unbekannt ist… warum wohl? Interessant ist der wohl bedeutendste Fotoclub des Landes ELEMA

Austellungsbilder „Macedonian Fotoclub“

 

Monochrome als neuer Hype?

Seit heute gibt es einen neuen RAW Kameradatenkonverter von SIGMA welcher es erlaubt, die aus der analogen Schwarzweißfotografie bekannten Aufnahme- und Dunkelkammertricks anzuwenden. Dies funktioniert nach eigenem Test zur Zeit leider nur mit x3f Dateien aktueller Merrill Kameras, wobei ich aber denke, das es nur Tage dauern wird bis ein Tweak dafür verfügbar ist und ich die SD14 Daten dort bearbeiten kann.

In diesem Moment frag ich mich, ob man das alles wirklich will und braucht, da man die gleichen Effekte auch mit den Funktionen Sättigung und Farbrad erreichen kann… nur die Filmkornsimulation muss man da noch im Photoshop oder GIMP machen und am Ende ist die Unbestimmtheit eines echten Dunkelkammerergebnisses doch viel spannender!

Dass  Schwarzweißfotografie ein Hype ist, zeigt ein weiterer radikalerer 6.800 € Ansatz:
Die Leica M monochrome mit einem 18 MP Sensor ohne Farbsensibilisierung!

 

Lochkamerafotos… dann doch ausgedruckt!

In der Galerie Adam Ziege auf der Louisenstraße in der Dresdner Neustadt eröffnete gestern eine interessante Fotoaustellung des Künstlerpaars Ulli Gabsch und Lilly Barthel… Das Ankündigungsbooklet war spannend gestaltet und machte neugierig auf die wohl zum großen Teil analogen Fotografien. Vor Ort wurde es dann klar, dass die sehr professionell und ästhetisch präsentierten Bilder dann doch zum großen Teil als fine art Pigmentdrucke ausgeführt waren. Bei der Sozialfotografin Lilly Barthel finde ich es auch vollkommen angemessen, da die Bilder wahrscheinlich auch digital aufgenommen wurden. Ulli Gabsch vergibt sich bei einigen seiner Akte und vor allem bei den Lochkamerabildern viel von der Aura und Einmaligkeit eines Silbergelantieneabzuges. Für mich schwingt dann immer die Frage mit: Wieviel Bildbearbeitung steckt in dem präsentierten Bild? Als Sammler stellt sich die Frage was mit den Bilddateien nach der meist auf 7 Exemplare begrenzten Edition passiert? Es Sind doch nur Bilder,  so der Titel der Ausstellung trifft hier m.E. daneben!